club research am 8 Oktober 2020

Treiber oder Bremser:
Die Rolle von Patenten für Innovation

 

Donnerstag, 8. Oktober 2020, 18.00 Uhr

im Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien

und im Livestream (Link wird noch bekant gegeben)

 

Zum Programm:

Keynote:
Knut Blind
Professor für Innovationsökonomie
Technische Universität Berlin
(live zugeschaltet aus Berlin)

Anschließend Diskussion mit Knut Blind und:

Mariana Karepova
Präsidentin, Österreichisches Patentamt
Dietmar Lampert
Senior Researcher, Zentraum für Soziale Innovation
Wolfgang Rathner
Geschäftsführer, Fill GesmbH (Maschinenbau)
Tanja Sovic

Leiterin Patent- und Lizenzmanagement, Technische Universität Wienz

Moderation:
Johannes Steiner
Leiter des club research

 

Zum Setting:

Die Veranstaltung findet im Presseclub Concordia statt. Wir wollen allen Interessierten die Möglichkeit geben, die Diskussion zu verfolgen und sich darin auch aktiv einzubringen, und sind dabei sehr auf Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste bedacht.

Die Veranstaltung wird mit einem Live-Streaming übertragen, das auch eine Beteiligung an der Diskussion über eine Chatfunktion ermöglichen wird. Den Link zum Streaming werden wir zeitnah zur Veranstaltung bekannt geben.

Unter geltendem Covid-19-Reglement und den hausrechtlichen Vorgaben des Presseclubs Concordia können wir aber auch 30 Personen die Teilnahme an der Veranstaltung unmittelbar vor Ort ermöglichen. Bitte kreuzen Sie bei der Anmeldung Ihre Präferenz für das Streaming-Angebot oder die reale Präsenz an. Wir werden uns  bemühen, ihr im gegebenen Rahmen zu entsprechen.

 

 

Diese Veranstaltung des club research wird in Kooperation mit dem Österreichischen Patentamt ausgerichtet.

 

 

 

 

 

Zum Thema:

Das Patent ist ein über Jahrhunderte gewachsenes Transportmittel für neues Wissen. Es beruht auf einem Sozialvertrag, der betriebswirtschaftliche mit volkswirtschaftlichen Zielen verknüpft: Erfinder bekommen ein zeitlich begrenztes Schutzrecht für die exklusive Nutzung ihrer Erfindung. Im Gegenzug verpflichten sie sich, das Wissen, das in ihren Erfindungen steckt, öffentlich zu machen, sodass andere darauf aufbauen können. Dieser individuelle Verwertungsanreiz für den Erfinder ebenso wie die allgemeine Diffusion seines generierten Wissens begründen den Anspruch des Patents, Innovation voranzutreiben. Daher gelten Patentstatistiken ja auch als wesentliche Indikatoren für die Innovationskraft von Ökonomien.

Dieser Anspruch war und ist aber nicht unumstritten, in jüngster Zeit mehren sich skeptische Stimmen. Sie verweisen auf die sich wandelnden Rahmenentwicklungen – Globalisierung mit weltumspannenden Wertschöpfungsketten, Digitalisierung, zunehmende Immaterialisierung der Ökonomien, neue Innovationsmodelle: Stichwort Open Innovation – die die Effizienz von gewachsenen Patentsystemen in Frage stellten. Zum anderen höhlt der aus den USA auch nach Europa schwappende Missbrauch von Patenten als Waffe im strategischen Konkurrenzkampf mit Patenttrollen und Lizenzkriegen das Konzept des Sozialvertrags aus.     

Werden Patente heute also noch ihren Ansprüchen gerecht? Was ist heute für die Effizienz von Patentsystemen entscheidend? Vor welchen neuen Herausforderungen stehen Patentsysteme im Allgemeinen und das österreichusche im Besonderen? Und was erwarten sich Unternehmen und Universitäten als Wissensgeneratoren vom Patentsystem? Wie setzen sie Patente ein?

 Um darüber zu diskutieren lädt der club research gemeinsam mit dem Österreichischen Patentamt als Kooperationspartner sehr herzlich ein.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Steiner