club research am 9. Mai 2017

Forschungspolitik im Föderalismus:
Anachronismus oder Zukunftsmodell?

Dienstag 9. Mai 2017, 18.00 Uhr

im Reitersaal der OeKB, Strauchgasse 3, 1010 Wien

Programm

Keynote

Antonio Loprieno
Professor und früherer Rektor der Universität Basel
Vorsitzender des Österreichischen Wissenschaftsrats

Anschließend Diskussion mit Antonio Loprieno und:

Harald Gohm
Geschäftsführer, Standortagentur Tirol
Klara Sekanina
Rätin, Schweizerische Volkswirtschaftsstiftung für wissenschaftliche Forschung
Mitglied des Österreichischen Rats für Forschung und Technologieentwicklung
Klement Tockner
Präsident, Wissenschaftsfonds FWF

 

 

Downloads:

Keynote Antonio Loprieno

Medienberichte:

Bericht der APA von Christian Müller

 

Dieser club research wurde gemeinsam mit der Schweizerischen Botschaft in Österreich ausgerichtet.

 

Logo schweizerische Botschaft

Der Föderalismus ist ein ewiger Reibebaum, wenn es um die Frage effizienter Governance in öffentlichen Politikbereichen geht. Einerseits gebrandmarkt als Bürokratie- und Kostenmultiplikator wird er andererseits geschätzt als Garant bürgernaher Verwaltung und Ermöglicher eines regionalen Standortwettbewerbs, von dem letztlich auch der Gesamtstaat profitiere. In diesem Spannungsfeld muss sich auch die Forschungs- und Technologiepolitik in föderal strukturierten Staatswesen stets aufs Neue entscheiden: Wieviel föderaler Wettbewerb ist angemessen und wieviel zentrale Steuerung notwendig? Wie können in föderalen Strukturen adäquate Formen der Konkurrenz wie auch der Kooperation organisiert werden?

Dahinter stehen Grundsatzfragen: Wieviel Föderalismus tut der Wissenschaft und der Forschung gut? Wie verändert sich die Rolle des Föderalismus angesichts der Globalisierung von Wissenschaft und Forschung? Brauchen wir in diesem Rahmen mehr Föderalismus oder können wir ihn uns dann gar nicht mehr leisten?

Dies sind virulente Themen in vielen Segmenten der Forschungspolitik, vom Hochschulsystem über die Infrastrukturausstattung und –nutzung bis zu den Fördersystemen. Die Schweiz und Österreich haben eine lange Tradition gelebten Föderalismus, freilich in unterschiedlicher Ausprägung und mit unterschiedlicher Performance. Der club research 36 versammelte hochrangige Expertinnen und Experten in der Hochschul-, Forschungs- und Technologiepolitik mit reicher föderaler Erfahrung aus beiden Ländern, um über diese Fragen zu diskutieren.

Der club research und die Schweizerische Botschaft in Österreich luden zu dieser gemeinsamen Veranstaltung ein.

Audiomitschnitt